Pflanzten am Samstagvormittag am Sonnenknapp dutzende Esskastanien: Luca Wirtz vom Forstamt, Thomas Drebusch vom Lionsclub Soest, Thomas Busch zweiter Vorsitzender des KIV, Max Jungeblodt erster Vorsitzender des KIV, Ralf Mindthoff Ratsmitglied Stadt Warstein, Bürgermeister Max Spinnrath, Wolfgang Wiegelmann von der Bürgerstiftung Warstein, Lena Arens Leiterin des Forstamtes der Stadt Warstein, Heinz Tschernisch vom der Bürgerstiftung der Stadt Warstein. © Michael Sprenger
Ein Wald speziell für Bienen
Große Aktion des Kreisimkervereins am Sonnenknapp in Belecke
Belecke – Fast drei Hektar Waldfläche am Sonnenknapp in Verlängerung der Silbkestraße hat die Stadt Warstein dem Kreisimkerverein zur Verfügung gestellt, um hier ein einzigartiges Biotop für Wildbienen, einen sogenannten Bienenwald, anzulegen. Max Jungeblodt, Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins, und sein Vorstandsteam zeigten sich jetzt erfreut, dass ihr Wunsch, in diesem Gebiet ein solches Biotop erstellen zu können, in Erfüllung gegangen ist. Auf dieser Fläche standen bis vor einigen Jahren noch Fichten, die aber wegen des Borkenkäferbefalls gefällt werden mussten.
Wir setzen uns dafür ein, dass Wildbienen, und es gibt über 800 verschiedene Wildbienenarten in Europa, überleben und ihre wichtige Rolle in der Natur festigen.
Max Jungeblodt Vorsitzender Kreisimkerverein
Am Samstag war es so weit. Fast 30 Imkerinnen und Imker pflanzten im schon eingezäunten Grundstück Esskastanien. Weiter wollen sie in den nächsten Tagen und Wochen viele nektarreiche Pflanzen einsetzen. Sie sind essenziell für die Ernährung von Bienen, Schmetterlingen, Hummeln und anderen Bestäubern. Die Imker verfolgen damit neben dem Klimaschutz noch ein anderes Ziel, den Erhalt der Insektenpopulation. „Wir setzen uns dafür ein, dass Wildbienen, und es gibt über 800 verschiedene Wildbienenarten in Europa, überleben und ihre wichtige Rolle in der Natur festigen. Wir integrieren Wildbienen, da sie wichtig sind für die Bestäubungsleistung und somit für mehr Biodiversität in unserem Ökosystem sorgen“, so Max Jungeblodt.
Neben der nachhaltigen Förderung der biologischen Vielfalt soll dieser Ort Besucher wie Wanderer, Spaziergänger und Schulklassen zum Verweilen einladen. Die Möglichkeit, sich über die Zusammenhänge in der Natur zu informieren, wird demnach insbesondere Kindern, in entsprechender Form geboten. Die Anpflanzung vieler verschieden blühender Laubbäume soll zeigen, welche regionalen Bäume sich im Klimawandel im heimischen Wald am besten entwickeln. Es werden bewusst andere Gehölze und Bäume gewählt als üblicherweise zur Aufforstung, so soll dieser Wald einen Gegenpol zu den typischen Aufforstungsflächen bilden. Gleichzeitig wird dieser Bienenwald ein Anziehungspunkt für nektarsuchende Insekten sein, so das Ziel der Kreisimker.
Das Projekt am Sonnenknapp ist sowohl vom Umfang als auch von dem finanziellen Engagement das größte Projekt des Kreisimkervereins Soest seit vielen Jahren. In Zeiten schwieriger Rahmenbedingungen der Imkerei, besonders durch die Einwanderung invasiver Arten wie der asiatischen Hornisse, setzt der Verein damit ein besonderes Zeichen.
Der Kreisimkerverein ist die Vereinigung aller 13 Imkervereine des Kreises Soest. Alle verstehen sich als Naturschützer und engagieren sich aktiv für Umweltbelange. In diesem Verein stehen Imker und Naturfreunde im Mittelpunkt; zusammen hatten sie entschieden, dort am Sonnenknapp einen Bienenwald zu errichten. Um dieses Projekt überhaupt verwirklichen zu können, unterstützen die Stadt Warstein und deren Forstamt mit der Bereitstellung der Flächen, die Bürgerstiftung Warstein, der Lionsclub Soest und die Bürgerstiftung Hellweg-Region. „Ohne sie wäre das Projekt für unseren Verein nicht finanzierbar gewesen“, betonte Jungeblodt und dankte den Spendern. Selbstverständlich werden auch eigene Mittel des Kreisimkervereins Soest verwendet. MICHAEL SPRENGER