Bürgerstiftung Warstein Projekt Hirschberg macht Platz

Anerkennung für „Hirschberg macht Platz“ von Bürgerstiftung

Von Dorothea Richter

Ganz und gar begeistert zeigten sich Dr. Josef Leßmann und Volker Simon von der Warsteiner Bürgerstiftung am Freitagabend über das Wandtattoo an der Schulwand der ehemaligen Grundschule in Hirschberg und überreichten Planer Joachim Heidrich 1000 Euro für das Gesamtprojekt „Hirschberg macht Platz“. „Wenn wir solch ein hervorragendes, bürgerschaftliches Engagement unterstützen können, dann ist Warstein dabei“, freute sich Dr. Leßmann und ließ seinen Blick anerkennend über die 3 x 1,5 Meter große Glasplatte mit dem bekannten Gedicht „Wir sind Kinder einer Erde“ schweifen.

„Besonders freuen wir uns, dass dieses Projekt in Hirschberg an der Schule Realität geworden ist, so etwas fördern wir im Stadtgebiet gezielt und gern. Das heißen wir gut und deshalb gilt hier unser besonderes Lob.“ Dank für die großzügige Spende gaben Ortsvorsteher Franz Linneboden und Vereinsvorsitzender Dieter Bräutigam ihrerseits an die beiden Warsteiner weiter. Im vergangenen Jahr hatte Planer Joachim Heidrich – immer auf der Suche nach Fördergeldern – das geplante Wandtattoo im Rahmen einer Stiftungsratssitzung vorgestellt und „als Ausdruck aktiver Jugendbildung und Aufruf zur Weltoffenheit“ damit die Mitglieder gewinnen können. „Das herausragende Engagement der Hirschberger Bürger hat uns sehr beeindruckt“, meinte Volker Simon, Vorsitzender der Bürgerstiftung Warstein, die Präsentation habe alle überzeugt. Joachim Heidrich erzählte im fröhlichen Plauderton, wie die Glasplatte, die aus Sicherheitsglas besteht und mit Gewindestangen und allem Drum und Dran 126 Kilogramm wiegt, „an die Wand gekommen ist. In drei Stunden Montage, mit vielen Diskussionen und viel Ausprobieren. Das Schwierigste war vor allem abzuschätzen, wie viel von der Injektionsmasse in die Bohrlöcher rein musste, damit die beim Aufsetzen nicht herausquoll, zu viel davon hätte uns anschließend nämlich das Glas verdorben.“

Schlussveranstaltung im nächsten Jahr

Eigentlich war geplant, diesen Sinnspruch, wie auch den an der Vorderfront, von Künstler Peter Volpert direkt auf der Wand anbringen zu lassen, „wir haben uns aber so entschieden, um eventuelle Sprayer an dieser Stelle nicht in Versuchung zu führen“. „Allerdings“, räumte Joachim Heidrich danach sofort ein, „haben wir in Hirschberg Null-Vandalismus“. Mit der Glasvariante konnte Geld eingespart werden und der Suttroper Künstler hätte ihnen dafür die schöne Weltkugel gemalt. Bei einem anschließenden Rundgang erklärte Heidrich den Fortgang des Schulhofprojektes und machte dabei deutlich, dass im Laufe des Umgestaltungsprozesses so manche Änderungen erfolgen mussten. So zum Beispiel das Umsetzen der Container, die vorher zu nah am neuen Soccerfield gestanden hätten, „das haben wir mit der Bezirksregierung auf dem kleinen Dienstweg klären können“. Das LEADER-Projekt in Hirschberg sei als besonders innovativ und förderungswürdig eingestuft worden und stehe wenn alles fertig ist, „als ein Projekt für Verständigung der Völker, Nationen und Geschlechter“. Die Gesamtsumme beläuft sich auf 154 000 Euro, davon kommen 99 977,24 Euro aus dem „LEADER-Topf, das „restliche Geld, das man ja nicht mal so eben in der Vereinskasse hat, muss der Vereinsring selbst aufbringen“, ließ Dieter Bräutigam verlauten. Eine große Riege von Spendern habe den Vereinsring dabei unterstützt, nämlich Privatpersonen, „Aktion Mensch“ und das erfolgreich verlaufende „Crowdfunding“. Joachim Heidrich holte in seinen Erklärungen ein Stück weit in die Vergangenheit aus:„Wir haben uns damals schon mit Klaus Peter Weber darüber unterhalten, wie wir die Spielflächen auf dem Schulhof aufwerten könnten, denn deren schlechter Zustand hat uns immer Minuspunkte bei den Dorfwettbewerben eingefahren. Ständig wurde uns eine Unterstützung von Seiten der Stadt zugesagt, aber letztlich scheiterte es immer an den Kosten.“ Durch den im Jahre 2012 durchgeführten Workshop „Hirschberg 2020“ – ein Aufbruch für das ganze Dorf – sei die Sache LEADER-fähig geworden und diese Chance hätte man in Hirschberg genutzt. Innen hätte man angefangen – viele Vereine haben hier ein neues Domizil gefunden – „jetzt geht es außen weiter“. „Ja, ja,“ meinte Dr. Josef Leßmann mit Blick auf den alten Spruch (in Urschrift) am ehemaligen Schulgebäude: ,Spare, lerne, leiste was Dan hast du, kanst du, Giltst du was!’ – „der trifft auf die Hirschberger zu“. Im nächsten Jahr soll eine große Schlussveranstaltung stattfinden.

Regeln für guten Umgang miteinander

Wohlwollend wurde auch das neue Soccerfield im vorderen Bereich des Schulhofes in Augenschein genommen, auf dem sich viele Kinder und Jugendliche tummelten. Doch stop: Spätestens jetzt greift nämlich schon die Spielplatzordnung, die ganz frisch von den Kindern mit Hilfe einiger engagierter Erwachsener aufgestellt worden ist mit dem Hinweis, dass sich maximal acht Personen im Wechsel auf dem Fußballfeld aufhalten und die Einhaltung der Spiel-und Ruhezeiten befolgen sollen. Diese Regeln könnten dazu beitragen, dass die Kinder gut miteinander umgehen lernten, erklärte Joachim Heidrich, und die auch das „Wir-Gefühl“ verstärkten.

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