Wie Hamorsbruch wieder Moor wird
Bürgerstiftung Warstein informierte sich über gemeinsames Renaturierungsprojekt
Warstein – Moore sind wahre Klimaschützer: Sie gelten als die größten Kohlenstoffspeicher der Erde. Wird ein Hektar Moor wiedervernässt, speichert er so viel CO₂ wie rund 50 Hektar Wald. Gleichzeitig steigt die biologische Vielfalt, die Wasserqualität verbessert sich und der Nährstoffhaushalt wird reguliert.
Im Naturschutzgebiet Hamorsbruch und Quellbäche, insbesondere im Bereich des Leierspring, wird gerade ein umfangreiches Renaturierungsprojekt gestartet. Die NRW-Stiftung, die Stadt Warstein und die Bürgerstiftung Warstein arbeiten hier Hand in Hand, um diesen wertvollen Lebensraum wiederherzustellen. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von rund 215.000 Euro und ist auf zwei Jahre angelegt.
Vor Ort machten sich in dieser Woche neben den Mitgliedern des Forstausschusses auch Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerstiftung Warstein ein Bild von den bisherigen Maßnahmen. Revierförster Henning Dictus erläuterte, wie der Adlerfarn, der den Moorboden bedroht, durch ein speziell geschultes Pferd zurückgedrängt wird. Parallel dazu werden alte Entwässerungsgräben verfüllt, um den Wasserhaushalt im Moor zu stabilisieren und das für die Moorbildung so wichtige Torfmoos zurückzuholen.
Ziel ist die Entwicklung eines lichten Moor-Birkenwaldes mit typischer, seltener Vegetation. Dass dies gelingt, erfordert Geduld: Die Torfschicht wächst nur etwa einen Millimeter pro Jahr. Umso wichtiger ist es, jetzt die richtigen Schritte einzuleiten.
Für die Bürgerstiftung Warstein ist die Beteiligung ein sichtbares Zeichen ihres Engagements für Klima- und Naturschutz in der Region. Gleichzeitig eröffnet das Projekt vielfältige Möglichkeiten für Umweltbildung und öffentliche Teilhabe. So starteten in dieser Woche auch erste intensive Planungsgespräche mit örtlichen Bildungseinrichtungen.
Über den Projektfortschritt wird regelmäßig informiert werden.
Ansprechpartner ist Heinz Tschernisch.